Kostenerstattungsverfahren

  • Sie sind gesetzlich krankenversichert?
  • Sie haben psychische Probleme?
  • Sie finden kurzfristig keinen ambulanten Psychotherapieplatz?

In manchen Versorgungsgebieten sind für gesetzlich Versicherte fehlende Therapieplätze oder lange Wartezeiten bei den sogenannten Vertragspsychotherapeuten eher die Regel als die Ausnahme. Besonders Therapieplätze in moderner Verhaltenstherapie sind rar. In jedem Bundesland darf, gesetzlich reguliert, eine bestimmte Anzahl an Psychotherapeuten und Fachärzten nicht überschritten werden. Deshalb erhält nicht jeder approbierte Psychotherapeut eine kassenärztliche Zulassung. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenkassen sind jedoch verpflichtet, Ihnen als Patient eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie zu ermöglichen. Wenn Sie innerhalb einer angemessenen Wartezeit keinen kassenzugelassenen Psychotherapeuten finden, können Sie sich diese Leistung selbst beschaffen. Kostenerstattungsverfahren heißt: Ihre Krankenkasse ist verpflichtet, die entstandenen Kosten einer Therapie auch bei einem nicht kassenzugelassenen Psychotherapeuten (genannt „Vertragsbehandler“) zu erstatten (§ 13 Abs. 3 SGB V). Die Gerichte lehnen Wartezeiten, die über sechs Wochen hin ausgehen, in der Regel als unzumutbar ab, und Ihnen sind mehr als fünf Anfragen bei Vertragsbehandlern aus fachlichen Gründen und im Sinne des Gebots einer humanen Krankenbehandlung nicht zuzumuten.

Sollte die obigen Punkte auf Sie zutreffen, so ist nach vorheriger Beantragung und Genehmigung durch Ihre Krankenkasse eine Psychotherapie über das Kostenerstattungsverfahren in meiner Privatpraxis für Sie möglich.

Die für ein solchen Antrag notwendigen Nachweise unterscheiden sich je nach Krankenkasse geringfügig. Damit wir gemeinsam eine Antrag bei Ihrer Krankenkasse stellen können, benötigen ich in der Regel jedoch folgende Unterlagen von Ihnen (entsprechende Vorlagen stelle ich Ihnen zur Verfügung):

  • Zur generellen Antragstellung genügt ein formloses persönliches Anschreiben.
  • Zudem wird ein Protokoll der vergeblichen Suche nach einem „Vertragsbehandler“ benötigt.
  • Auch muss ein Arzt die Notwendigkeit bzw. Dringlichkeit einer ambulanten Psychotherapie bescheinigen (und eine Konsiliarbericht ausfüllen).

 Gerne unterstütze ich Sie bei der Beantragung einer Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse auf Basis des Kostenerstattungsverfahrens. Mittlerweile muss die Krankenkasse gesetzlich vorgeschrieben innerhalb von drei bis maximal fünf Wochen darüber entscheiden, tut sie dies nicht, gilt der Antrag als genehmigt. Die Erfolgsaussichten unterscheiden sich allerdings je nach Krankenkasse, näheres erkläre ich Ihnen gerne im persönlichen Kontakt.

Für weitere Informationen:

DPtV-Informationsbroschüre für Patienten

Bericht bei Spiegel Online

Ratgeber der Bundespsychotherapeutenkammer